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Donnerstag, 8. Juli 2021

Kirchenneubau mit Mietwohnungen in Zürich (Glaubenskultur.de)

Es ist schon ein Jahr her, dass ich den letzten Post geschrieben habe. Ich werde schreibfaul. Na ja, ich muss zu meiner Entschuldigung sagen, dass ich viel mit meiner Familie beschäftigt bin. Aber ich bin wach und verfolge aufmerksam, was so passiert. 


Und ich war entsetzt: Als ich auf glaubenskultur las, wie die Neuapostolische Kirche zukünftige Spendengelder investiert. Ich kann nicht so viel dazu sagen, weil Glaubenskultur bezahlpflichtig ist. Ich will ja nichts verraten, aber im Forum https://forum.glaubensforum24.de/viewtopic.php?f=19&t=4516 wird mehr verraten. Es würden 34 Mietwohnungen gebaut werden. 


"Früher" wurde uns erzählt, Gott würde unsere Opfer segnen. Es gab da einen Zusammenhang: Wer viel opfert (spendet), wird auch reich gesegnet. Die Kirche würde das Geld für Mission benötigen und für die "ärmlichen" Löhne der Apostel. Aber dass sich die neuapostolischen Apostel an den Spendengeldern bereichern ist ja schon länger in den Foren hinlänglich bekannt. 

Doch was jetzt kommt ist der Hammer. Ein Renditeobjekt auf Kredit. Mit Spendengeldern die noch nicht da sind. Das passiert gerade in Zürich Hottingen. Der Niedergang der schweizer Neuapostolischen Kirche scheint den Aposteln klar vor Augen zu stehen. Wenn am Ende keine treuen Spendenzahler mehr übrig sind, müssen sie die eigene Haut retten und die Löhne für lange Zeit retten. Die armen Apostel können ja scheinbar nicht mehr als rumaposteln. Wenn das so wäre, wäre es ja ok, ein paar Spendengelder anzulegen. So, "ok, wir machen den Laden dicht. Als Kapitalgenerierung war die Kirche nicht geeignet. Dann hören wir halt auf. Was anderes können wir ja nicht, als zu aposteln." Aber dem ist nicht so, die europäischen Mitglieder der großen Schar der Apostel weltweit haben meistens einen Beruf gelernt, in den sie zurück kehren könnten. 


Hier mal ein Vergleich, was in Zürich-Hottingen die Immobilien so kosten. https://www.immoscout24.ch/de/immobilien/mieten/quartier-hottingen-zuerich?r=5

 

Mit solchen Mieteinnahmen lässt es sich super leben.  

Ich finde, im Endeffekt ist es eine grandiose Veruntreuung von Spendengeldern, die eigentlich in die Mission und Entwicklung der Kirche gehören. Aber Renditeobjekte sind da tabu.Renditeobjekte werden nicht der Kirche helfen, allenfalls den Taschen der Apostel und anderen Lohnempfängern. Nebenbei bemerkt gibt es noch andere Renditeobjekte der NAK, auch in Deutschland. So z. B. Altenheime und Kindergärten.Es geht nicht um das Wohl der Kirche, sondern um das Wohl der Leiter. Ich glaube, mit den Finanzen, über die diese Kirche verfügt, sind noch ganz andere Dinge möglich. Dinge, die zum Wohl der Geschwister dienen könnten. Noch mehr, als sakrale Prachtbauten, die Architekturpreise gewinnen. Stellt euch nur mal vor, die einsame, alte, arme Witwe erhält finanzielle Unterstützung von der Kirche...ein jeder mache sich seine eigenen Gedanken, was mit den Finanzen wohl noch alles möglich wäre. Was wäre, wenn...die Kirche ein riesiges soziales Projekt anstoßen würde, bei dem arbeitslose Geschwister ein Netzwerk mit NAK-Arbeitgebern bilden würden, um diese Arbeitslosen wieder in Arbeit zu bringen? Es war doch mal die Kirche ..."oh Herr lass Liebe und Eintracht weilen, wo Brüder wohnen, wo Schwestern sind..."Die Kirche selbst ist ein so geniales soziales Netzwerk, wo jeder jeden kennt. Da wären doch ein paar Hunderttausend Euro für ein berufliches Netzwerk im Internet geradezu genial.So nur NAK-eigen, wo sich auch alle über ihren schönen Glauben austauschen können.Schade nur, dass das NAK-eigene Netzwerk aufgelöst wurde. Oder wie wäre es mit einem Sozialtopf für Arme und Bedürftige? Es würde den biblischen diakonischen Auftrag einer Gemeinde nahe kommen. Aber...die Organisation, die Apostel haben da ganz andere Ideen.



Donnerstag, 30. Juli 2020

Epheser 1 Begeisterung

Was mich in der letzten Zeit begeistert hat, waren die Worte aus Epheser 1,1-14

-Elberfelder Übersetzung, danke an bibleserver.com      
Die Elberfelder galt als sehr genaue Übersetzung des Urtextes.

Verfasser, Empfänger und Gruß
1 Paulus, Apostel[1] Christi Jesu durch Gottes Willen, den Heiligen und an Christus Jesus Gläubigen[2], die in Ephesus sind[3]:
2 Gnade euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus!

Lobpreis Gottes
3 Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus! Er hat uns gesegnet mit jeder geistlichen Segnung in der Himmelswelt[4] in Christus,
4 wie er uns in ihm auserwählt hat vor Grundlegung der Welt, dass wir heilig und tadellos vor ihm seien in Liebe,
5 und uns[5] vorherbestimmt hat zur Sohnschaft durch Jesus Christus für sich selbst[6] nach dem Wohlgefallen seines Willens,
6 zum Preise der Herrlichkeit seiner Gnade, mit der er uns begnadigt[7] hat in dem Geliebten.
7 In ihm haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Vergehungen, nach dem Reichtum seiner Gnade,
8 die er uns reichlich gegeben hat in aller Weisheit und Einsicht.
9 Er hat uns ja das Geheimnis seines Willens zu erkennen gegeben nach seinem Wohlgefallen, das er sich vorgenommen hat in ihm
10 für die Verwaltung[8] bei der Erfüllung der Zeiten; alles zusammenzufassen in dem Christus, das, was in den Himmeln, und das, was auf der Erde ist - in ihm.
11 Und in ihm haben wir auch ein Erbteil erlangt[9], die wir vorherbestimmt waren nach dem Vorsatz dessen, der alles nach dem Rat seines Willens wirkt,
12 damit wir zum Preise seiner Herrlichkeit seien, die wir vorher schon auf den Christus gehofft haben.
13 In ihm seid auch ihr, als ihr das Wort der Wahrheit, das Evangelium eures Heils[10], gehört habt und gläubig geworden seid, versiegelt worden mit dem Heiligen Geist der Verheißung.
14 Der ist die Anzahlung auf unser Erbe auf die Erlösung seines Eigentums zum Preise seiner Herrlichkeit.


Sonntag, 15. März 2020

Die Corona-Krise

Es ist unfassbar, wie sehr dieser Virus alles lahm legt. Ich bin total überwältigt von den Informationen, die so stündlich rein kommen und die Welt noch ein mal etwas mehr auf den Kopf stellen. Jetzt sind wir als Bürger gefragt, gut miteinander umzugehen und einander zu helfen. Besonders den Menschen, die vorerkrankt sind und Ältere Senioren, die Hilfe bei Ihren alltäglichen Angelegenheiten benötigen.

Die Menschen reagieren häufig mit Panik und räumen panisch die Regale in den Supermärkten leer. Aber nun gilt es auf Abstand zu gehen und das Beste aus der Situation zu machen. Denn, wie es aussieht, wird es in den nächsten Monaten noch anstrengender. Eine weitere Verbreitung ist unvermeidlich. Aber- es gibt Hoffnung. Durch die Einschränkung des Öffentlichen Lebens wird die Zahl der Neuansteckungen geringer.


Wenn nun das "System" versagt, da weder adäquate Impfstoffe noch Medikamente gegen die Seuche vorhanden sind, tja, was macht man da?

Wir haben die Möglichkeit, wieder neu unsere Hoffnung auf Gott zu setzen. Wir können um Heilung einer ganzen Nation beten.

Folgendes hab ich im Alten Testament gefunden:

Hosea 5:

Israels Weigerung, Buße zu tun, bringt es zu Fall
"1 Hört dies, ihr Priester, und du, Haus Israel, achte darauf, und du, Königshaus, horche! Denn euch droht das Gericht, weil ihr eine Schlinge geworden seid für Mizpa und ein ausgebreitetes Fangnetz auf dem Tabor. 2 Die Abtrünnigen haben die Verdorbenheit weit getrieben; aber ich habe ihnen allen eine Züchtigung zugedacht. 3 Ich kenne Ephraim wohl, und Israel ist vor mir nicht verborgen; [ich weiß], dass du, Ephraim, jetzt Hurerei getrieben hast, dass Israel sich verunreinigt hat. 4 Ihre Taten erlauben ihnen nicht, zu ihrem Gott umzukehren; denn ein Geist der Hurerei ist in ihren Herzen, und den HERRN erkennen sie nicht. 5 Aber Israels Stolz wird sich als Zeuge gegen ihn erheben; und Israel und Ephraim werden fallen durch eigene Schuld; auch Juda wird mit ihnen fallen. 6 Mit ihren Schafen und mit ihren Rindern werden sie kommen, um den HERRN zu suchen; aber sie werden ihn nicht finden; er hat sich von ihnen entfernt. 7 Sie sind dem HERRN untreu geworden, denn sie haben fremde Kinder gezeugt; jetzt wird der Neumond sie fressen samt ihren Erbteilen. 8 Stoßt in die Posaune in Gibea, in das Schopharhorn in Rama; schlagt Lärm in Beth-Awen, nimm dich in acht, Benjamin! 9 Ephraim soll zur Wüste werden am Tag der Züchtigung; was ich den Stämmen Israels angekündigt habe, das kommt gewiss! 10 Die Fürsten Judas sind denen gleich, welche die Grenze verrücken; über sie will ich meinen Grimm ausschütten wie Wasser. 11 Ephraim wird unterdrückt, zerschlagen im Gericht; denn er ist willig [Menschen]geboten gefolgt. 12 Ich aber wurde für Ephraim wie eine Motte und für das Haus Juda wie ein nagender Wurm. 13 Und als Ephraim seine Krankheit sah und Juda sein Geschwür, da lief Ephraim nach Assyrien und sandte zum König Jareb; er aber kann euch nicht heilen und das Geschwür nicht von euch nehmen. 14 Denn ich bin wie ein Löwe gegen Ephraim und wie ein junger Löwe gegen das Haus Juda; ich, ja ich, zerreiße und gehe davon und nehme weg, dass niemand retten kann. 15 Ich werde davongehen, an meinen Ort zurückkehren, bis sie ihre Schuld erkennen und mein Angesicht suchen werden; in ihrer Drangsal werden sie mich ernstlich suchen:"

Bibeltext der Schlachter Übersetzung
Copyright © Genfer Bibelgesellschaft, CH-1204 Genf,
Wiedergegeben mit der freundlichen Genehmigung. Alle Rechte vorbehalten.

Nach dem Lesen dieses Textes könnte man meinen, Gottes Gericht hat schon begonnen. Aber ich bin eher gegen die Interpretation in ein apokalyptisches Geschehen. Aber es  verdeutlicht schon den Ist-Zustand der Menschheit: Von Gott abgefallen, der Hurerei verfallen, in großem Stil dem Unglauben verfallen.

Das steht da erst mal so im Alten Testament. Doch im Neuen Testament kommt Jesus mit seiner rettenden Botschaft. Wir lesen mal Paulus

Ab Römer 3,21:

"21 Jetzt aber ist außerhalb des Gesetzes die Gerechtigkeit Gottes[4] offenbar gemacht worden, die von dem Gesetz und den Propheten bezeugt wird, 22 nämlich die Gerechtigkeit Gottes durch den Glauben an Jesus Christus, die zu allen und auf alle [kommt], die glauben. Denn es ist kein Unterschied; 23 denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten,[5] 24 sodass sie ohne Verdienst gerechtfertigt werden durch seine Gnade[6] aufgrund der Erlösung[7], die in Christus Jesus ist. 25 Ihn hat Gott zum Sühnopfer bestimmt, [das wirksam wird] durch den Glauben an sein Blut, um seine Gerechtigkeit zu erweisen, weil er die Sünden ungestraft ließ, die zuvor geschehen waren, 26 als Gott Zurückhaltung übte, um seine Gerechtigkeit in der jetzigen Zeit zu erweisen, damit er selbst gerecht sei und zugleich den rechtfertige, der aus dem Glauben an Jesus ist. 27 Wo bleibt nun das Rühmen? Es ist ausgeschlossen! Durch welches Gesetz? Das der Werke? Nein, sondern durch das Gesetz des Glaubens! 28 So kommen wir nun zu dem Schluss, dass der Mensch durch den Glauben gerechtfertigt wird, ohne Werke des Gesetzes. 29 Oder ist Gott nur der Gott der Juden und nicht auch der Heiden? Ja freilich, auch der Heiden! 30 Denn es ist ja ein und derselbe Gott, der die Beschnittenen aus Glauben und die Unbeschnittenen durch den Glauben rechtfertigt. 31 Heben wir nun das Gesetz auf durch den Glauben? Das sei ferne! Vielmehr bestätigen wir das Gesetz."

Bibeltext der Schlachter Übersetzung
Copyright © Genfer Bibelgesellschaft, CH-1204 Genf,
Wiedergegeben mit der freundlichen Genehmigung. Alle Rechte vorbehalten

Jeweils beide Texte von www.bibleserver.com geklaut.- Danke!

(Fettung durch mich)

Jetzt sollten wir als Christen darum beten, dass sich die Nationen umkehren, damit der Coronavirus uns nichts mehr anhaben kann. Wir müssen beten, beten, beten, damit die Menschen sich in der letzten Zeit zum Herrn bekennen.

Montag, 9. September 2019

Stammapostel-Gottesdienst Internationaler Jugendtag 2019

Erstaunlicher Weise hat die Neuapostolische Kirche International sogar das Video vom Internationalen Jugendtag online gestellt. Kann man sich auf Youtube reintun:

https://www.youtube.com/watch?v=ImGoxGIjF1E

Ich nehme mir wieder die Freiheit, es zu kommentieren.

Was für ein riesiges Ereignis! Neuapostolische Christen trafen sich dieses Jahr in Düsseldorf und sie kamen aus aller Welt. Ein Wahnsinnschor, ein fantastisch großes Orchester...wow!

Als Grundlage dienten die Bibelverse Johannes 13,34+35. "Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander lieb habt." Das sind Worte Jesu, die meines Ermessens ein hohes Gewicht im Neuen Testament haben. Es ist bedauernswert, dass auch an dieser Stelle der größere Zusammenhang des Kapitels nicht erwähnt wurde.

Und ganz zu Anfang lobte der Stammapostel J.L. Schneider die Jugend für ihre Mühen um dieses Thema auf dem Jugendtag zu präsentieren. 

Das Thema auf diesem "Internationalen Jugendtag" (IJT) war "Here I am". Jesus ist für uns da und hat uns lieb. Soweit klasse. Jesus ist für uns da und diese Liebe sollen wir an unsere Mitmenschen weiter geben. Und wir sollen unseren Nächsten sagen: "Gott ist auch für dich da". Der Stammapostel fügte hinzu, wir sollen das Evangelium weiter tragen, in dem Sinne dass Jesus die Menschen liebt.

Für mich als bekennenden Christen ist er da nicht mehr ganz auf der Linie der Botschaft des Evangeliums. Natürlich liebt uns Jesus. Aber es fehlt dieser entscheidende Zusatz, der für mich sehr wichtig ist: Jesus starb am Kreuz für unsere Sünden, ist nach drei Tagen auferstanden und später gen Himmel gefahren.Und er hat uns versprochen, wieder zu kommen. Das wäre für mich und vielen bekennenden Christen der Kern des Evangeliums. Jesus gab einmal für alle Zeiten sein Fleisch und Blut, damit jeder der an ihn glaubt von seinen Sünden gerettet werden kann. Jesus ist Gott und wurde für uns hingegeben, damit wir Freiheit erlangen können. Eine größere Liebe kann niemand geben.

So wie uns auch der Sängermund singt: "Nicht die Hälfte hat man mir gesagt". 

Aber, würde das der Stammapostel erwähnen, wäre es möglich, dass er das Apostelamt der Neuapostolischen Kirche in Frage stellen würde, da klar werden würde, dass die neuapostolische Praxis der Sündenvergebung nicht biblisch ist. Die Apostel vergeben im Namen Jesu die Sünden, was ich aus den Bibeltexten nicht entnehmen kann. Jesus selbst hat einmal das Opfer gegeben, da braucht keiner mehr nachhelfen. Wer -aus meiner Sicht- den Opfertod Jesu weglässt, macht Jesus zu einem gutmütigen Kumpel, der einfach nur ganz doll lieb ist. Aber die Bibel teilt uns mit, dass Jesus noch viel mehr ist, als ein Kumpel. Jesus macht in seiner Bergpredigt, z. B. , so steile Aussagen, die sind nicht kuschelweich.

Der Stammapostel sprach weiter und sagte dabei auch, dass die Liebe unter uns ein Zeugnis für Jesu Liebe sein soll und wir auf diese Weise das Evangelium weiter tragen. Das ist soweit richtig. Aber aus meiner Sicht hat er -wie besprochen- nur die Hälfte gesagt.

Weiter, so fährt der Stammapostel fort, ist die göttliche Liebe ausgegossen in unsere Herzen. Soweit richtig. Aber er hat uns kein göttliches Leben gegeben, da wir alle keine Götter sind, so wie der Stammapostel verlauten lässt. (Minute 1.1:15) Und göttliche Liebe können wir auch nicht haben. Wir sind zwar Christen, werden aber durch unser Bekenntnis nicht zu allumfassend liebenden Menschen. Entschuldige, das geht nicht. Lesen wir den emotionalen Paulus, wie er die neue Kreatur beschreibt. Zu solchen Aussagen wie der Stammapostel lässt er sich nicht hinreißen:

2. Korinther 5 ff

"Denn die Liebe Christi drängt uns, da wir erkannt haben, dass einer für alle gestorben ist und so alle gestorben sind.
15 Und er ist darum für alle gestorben, damit, die da leben, hinfort nicht sich selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben ist und auferweckt wurde.
16 Darum kennen wir von nun an niemanden mehr nach dem Fleisch; und auch wenn wir Christus gekannt haben nach dem Fleisch, so kennen wir ihn doch jetzt so nicht mehr.
17 Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.
18 Aber das alles ist von Gott, der uns mit sich selber versöhnt hat durch Christus und uns das Amt gegeben, das die Versöhnung predigt.
19 Denn Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit ihm selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung.
20 So sind wir nun Botschafter an Christi statt, denn Gott ermahnt durch uns; so bitten wir nun an Christi statt: Lasst euch versöhnen mit Gott!
21 Denn er hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, auf dass wir in ihm die Gerechtigkeit würden, die vor Gott gilt." Danke an bibleserver.com.
 
Wenn man die Aussage des Stammapostels richtig stellen würde, würde ich sagen: Wir haben die Liebe Gottes durch den Tod und die Auferstehung Jesu empfangen. Darum sollten wir als Christen allen Menschen die Frohe Botschaft der Sündenvergebung  von Jesus verkündigen (wir als Christen die Botschafter an Christi Statt ;-) Das wäre die Liebe, die wir an andere Menschen weiter geben können. 

Der Stammapostel sagte, wir sollen Liebe wie Gott zu unseren Mitmenschen haben. Wie genau das gehen soll, auf welche Art und Weise, lässt der Stammapostel offen. Die vollkommene Liebe Gottes können wir als unvollkommene Menschen nicht weiter geben, weil wir dazu nicht in der Lage sind. Von der vollkommenen Liebe Gottes gibt uns Paulus in seinem Hohen Lied der Liebe ein paar Hinweise  1.Korinther 13. Aus meiner Sicht beschreibt Paulus dort Anteile göttlicher Liebe, die wir Menschen nur ansatzweise weiter geben/ ausleben  können. Darum sind wir ja auf die Vergebung Jesu angewiesen...und dass wir uns untereinander die Sünden vergeben. Aber die unverdiente Liebe der Versöhnung, die wir durch Jesus am Kreuz erfahren haben, können wir nicht an andere Menschen weiter geben. Wir können aber davon erzählen. 

Ein paar Sätze weiter relativiert der Stammapostel schon wieder die "göttliche Liebe" untereinander. Wir sollen in unserer nächsten Umgebung unseren Geschwistern "helfen, sie so annehmen wie sie sind." Aber darunter verstehe ich keine göttliche Liebe. Mir scheint, die Predigt ist so aufgebaut um schlussendlich so eine humane Botschaft zu erzeugen: "Wir helfen einander und nehmen einander an". Dass es dazu so einen Internationalen Jugendtag bedurfte wundert mich geradezu, wenn es als Kernaussage nicht mehr gab. Aber es ist natürlich ein Anlauf, um ein finanzielles Gleichgewicht in den Gebietskirchen zu erreichen. (Minute 1:23:42)

Danach wiederholt sich der Stammapostel immer wieder. Und er berichtet über die Liebe Gottes... Auch im Zusammenhang mit anderen Kirchen erwähnt er neuapostolische Christen, die die Liebe Gottes weiter geben sollen. 

Dann kommt Apostel Tansahtikno

-Fortsetzung folgt-

-1:35-

Samstag, 13. April 2019

NAK-interne Konflikte

Von Seiten der neuapostolischen Geschwister wird immer wieder berichtet, wie es zu Konflikten und Auseinandersetzungen mit Amtsbrüdern verschiedener Amtsstufen kommt. Ich hatte das auch, aber es war nicht der Grund auszutreten. Für mich sind die vielen Konflikte innerhalb der NAK einfach Probleme, die das System NAK mit sich bringt. Es ist einfach oft die Sozialisation Schuld, weil entsprechende Amtsträger auch mit einer gewissen Machtfülle ausgestattet sind. Sie sind in jedem Fall Respektspersonen, denen man sich unter zu ordnen hat. Die vielen Konflikte sind systemimmanent. Das beginnt schon damit, dass ein Apostel nicht demokratisch wählbar ist. Ein Apostel wird erfahrungsgemäß nur dann vom Stammapostel abgesetzt, wenn dieser nicht treu die Neuapostolische Lehre predigt oder anderweitig in Lehrangelegenheiten Meinungsunterschiede auftreten. Aber sonst kann ein Apostel machen was er will. Alle anderen Amtsstufen, Ordinierte und Beauftragte, können genau so tun und lassen was sie wollen. Selbst dann, wenn es nicht zum Wohle der Geschwister dient. So ist das System. Und aus meiner Sicht leitet sich das alles vom falschen Verständnis der Bibel ab. Das ist das Grundübel, die Wurzel allen Übels in dieser Kirche. Das Amts- und Hierarchieverständnis leitete sich aus dem neuapostolischen Bibelverständnis ab. Darum bin ich immer wieder dabei und versuche die Bibel richtig zu verstehen und auszulegen. Und manchmal eben auch den geistlichen Missbrauch offen zu legen.

Aber ich würde auch nicht sagen, in anderen Kirchen gäbe es keine Konflikte. Wo Menschen sind und Macht ausüben wollen, ihre Rechte oder ihre Autorität überstrapazieren, da gibt es immer Konflikte.

Kommentar zur NAK-Gastmitgliedschaft bei der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK)

Ich weiß nicht so recht, was ich davon halten soll. Nach innen hin hat sich am sogenannten Glaubensleben und der Glaubensirrlehre nicht viel verändert. Am Apostelamt wird nach wie vor festgehalten und ist die Legitimation für alle ihm unterstellten Amtsstufen. Auch wenn das Amtsverständnis aktualisiert worden ist, ändert es nichts daran, dass jedes Amt, Ordination oder Beauftragung nur in der Verbindung mit dem Apostelamt Gültigkeit hat. D. h. ein Priester könnte keinen Diakon ordinieren. Die Auflösung der Amtsstufen zwischen Priester und Apostel hat eine rein organisatorische Vereinfachung. Im Wesen der einzelnen Amtsstufen wurde nichts geändert. Die Hierarchie bleibt ja bestehen. Die Machtfülle hat in allen Bereichen immer noch das Apostelamt, bzw. Bezirksapostel-, oder Stammapostelamt. Die Lehre, welche gepredigt werden darf, ist letztenendes immer noch Stammapostel,- oder Apostellehre. In wie fern das mit der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) vereinbar ist, verstehe ich nicht so ganz. Auch, wenn die Katholische Kirche ähnliche Strukturen aufweist.

Ich kann mir vorstellen, dass entweder die ACK liberaler geworden ist, oder eine saftige Geldzahlung von Seiten der NAKI an die ACK geflossen ist. Oder die haben was falsches geraucht. Ich bin da völlig perplex, wie man eine Sekte wie die Neuapostolische Kirche in die ACK aufnehmen kann, wenn auch nur als Gaststatus.

Manchmal glaube ich ja, der Stammapostel J.L. Schneider bekommt wirklich, Ideen, seine Kirchenlehre zu verbessern. Aber dann kommt bald wieder der Rückschlag, wenn er davon spricht, alle müssen den Aposteln folgen, alle haben sich am Stammapostel auszurichten. Es hat sich doch nicht wirklich etwas geändert.

Für mich ist die Neuapostolische Kirche nicht ausreichend reformiert, um bei der ACK Mitglied zu sein. Das gesamte Bibelverständnis ist neuapostolisch, aber eben nicht biblisch. Und immer noch hängt das gesamte Übel am Stammapostel- und Apostelamt dran.


Samstag, 16. Februar 2019

Die große Lücke in den (Frei)-Kirchen- Zweiter Teil

Ich hab den letzten Post (Die große Lücke in den Freikirchen) bei der Facebookgruppe 1.000.000 Christen geteilt und gepostet und ich bekam dafür eher nicht positive Kommentare. Es führte zur Diskussion. Ich möchte das Thema Buße und Umkehr noch einmal besprechen, vor allem vor dem Hintergrund, mit welcher Erleichterung man dabei heraus gehen kann. Ich finde es hierbei wichtig, was die Bibel dazu sagt. In meiner kleinen Bibelkonkordanz in der Neues Leben Bibel (Begegnung fürs Leben) fand ich folgendes:

Lukas 15,8-10 (das Gleichnis von der verlorenen Münze) und
Lukas 15,11-32 (das Gleichnis vom verlorenen Sohn)

Das Gleichnis von der verlorenen Münze

8 Oder nehmt einmal an, eine Frau hätte zehn Drachmen1 und würde eine verlieren. Würde sie nicht eine Lampe anzünden und das ganze Haus auf den Kopf stellen, bis sie sie gefunden hätte?
9 Und wenn sie sie gefunden hätte, würde sie nicht ihre Freundinnen und Nachbarinnen rufen, damit sie sich mit ihr freuen, dass sie ihre verlorene Münze wiedergefunden hat?
10 Genauso herrscht Freude bei den Engeln Gottes, wenn auch nur ein einziger Sünder bereut und auf seinem Weg umkehrt.« 

Das Gleichnis vom verlorenen Sohn

11 Und Jesus erzählte ihnen auch folgendes Gleichnis: »Ein Mann hatte zwei Söhne.
12 Der jüngere Sohn sagte zu seinem Vater: `Ich möchte mein Erbteil von deinem Besitz schon jetzt haben.´ Da erklärte der Vater sich bereit, seinen Besitz zwischen seinen Söhnen aufzuteilen.
13 Einige Tage später packte der jüngere Sohn seine Sachen und ging auf Reisen in ein fernes Land, wo er sein ganzes Geld verprasste.
14 Etwa um die Zeit, als ihm das Geld ausging, brach in jenem Land eine große Hungersnot aus, und er hatte nicht genug zu essen.
15 Da überredete er einen Bauern, ihm Arbeit zu geben, und er durfte seine Schweine hüten.
16 Der junge Mann war so hungrig, dass er die Schoten, die er an die Schweine verfütterte, am liebsten selbst gegessen hätte. Aber niemand gab ihm etwas.
17 Schließlich überlegte er und sagte sich: `Daheim haben die Tagelöhner mehr als genug zu essen, und ich sterbe hier vor Hunger!
18 Ich will zu meinem Vater nach Hause gehen und sagen: Vater, ich habe gesündigt, gegen den Himmel und auch gegen dich,
19 und ich bin es nicht mehr wert, dein Sohn zu heißen. Bitte stell mich als einen deiner Tagelöhner ein.´
20 So kehrte er zu seinem Vater nach Hause zurück. Er war noch weit entfernt, als sein Vater ihn kommen sah. Voller Liebe und Mitleid lief er seinem Sohn entgegen, schloss ihn in die Arme und küsste ihn.
21 Sein Sohn sagte zu ihm: `Vater, ich habe gesündigt, gegen den Himmel und auch gegen dich, und bin es nicht mehr wert, dein Sohn zu heißen.2´
22 Aber sein Vater sagte zu den Dienern: `Schnell! Bringt die besten Kleider im Haus und zieht sie ihm an. Holt einen Ring für seinen Finger und Sandalen für seine Füße.
23 Und schlachtet das Kalb, das wir im Stall gemästet haben,
24 denn mein Sohn hier war tot und ist ins Leben zurückgekehrt. Er war verloren, aber nun ist er wiedergefunden.´ Und ein Freudenfest begann.
25 Währenddessen war der ältere Sohn draußen auf den Feldern und arbeitete. Als er heimkam, hörte er Musik und Tanz im Haus
26 und fragte einen der Diener, was da los sei.
27 `Dein Bruder ist wieder da´, erfuhr er, `und dein Vater hat das Kalb geschlachtet, das wir gemästet hatten, und gibt nun ein großes Fest. Wir feiern, dass er wohlbehalten zurückgekehrt ist.´
28 Da wurde der ältere Bruder zornig und wollte nicht ins Haus gehen. Sein Vater kam heraus und redete ihm zu,
29 aber er sagte: `All die Jahre habe ich schwer für dich gearbeitet und dir nicht ein einziges Mal widersprochen, wenn du mir etwas aufgetragen hast. Und in dieser ganzen Zeit hast du mir nicht einmal eine junge Ziege gegeben, um mit meinen Freunden ein Fest zu feiern.
30 Doch jetzt, wenn dein Sohn daherkommt, nachdem er dein Geld mit Huren durchgebracht hat, feierst du und schlachtest unser bestes Kalb.´
31 Sein Vater sagte zu ihm: `Sieh, mein lieber Sohn, du und ich, wir stehen uns sehr nahe, und alles, was ich habe, gehört dir.
32 Wir mussten diesen Freudentag feiern, denn dein Bruder war tot und ist ins Leben zurückgekehrt! Er war verloren, aber jetzt ist er wiedergefunden!´« 
Danke an Bibleserver.com ! -Neues Leben Übersetzung
Neues Leben. Die Bibel © der deutschen Ausgabe 2002 / 2006 / 2017 SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH, Max-Eyth-Str. 41, 71088 Holzgerlingen www.scm-brockhaus.de, E-Mail: info@scm-brockhaus.de 
 Das Gleichnis von der verlorenen Münze:

Eine Drachme entspricht in etwa einem vollen Tageslohn. Das ist nicht wenig! In der Neuapostolischen Kirche wurde immer gesagt, es sei nur so viel wie 10 Pfennige. Aber das ist ein Irrtum. Jesus spricht hier von einer !!!FRAU!!! die einen Tageslohn sucht. Von 10 Drachmen fehlt ihr einer. Den Arbeitslohn eines Tages sollte man nicht verlieren, weil er die Existenz sichert. Wenn ich den Text richtig verstehe, sucht Gott uns auch wie einen Tageslohn, weil er ohne uns unglücklich ist. Das Gleichnis endet mit dem Satz: "Genauso herrscht Freude bei den Engeln Gottes, wenn auch nur ein einziger Sünder bereut und auf seinem Weg umkehrt."

Ja, und dann Hand drauf, lass dich taufen. :-)
-könnte man so sagen.

Aber das Gleichnis Jesu sagt nichts darüber aus, ob die Engel feiern, wenn ein "Neubekehrter" zur Buße kommt, oder ob es ein im Glauben fest stehender ist. Aber darum geht es auch gar nicht. Das Gleichnis drückt aus, wie sehr sich die Engel über einen Sünder freuen, der zu Gott findet und wie wertvoll ein Mensch in den Augen Gottes ist. 

Jesus legt noch einen hinterher nach diesem Gleichnis; das Gleichnis vom verlorenen Sohn.

Wir kennen es alle, man muss nicht mehr viele Worte machen. Aber als der verlorene Sohn mit den Schweinen essen muss, was für einen Juden unvorstellbar ist, geschieht etwas mit ihm. Diese Verse sagen etwas über seine Gedanken aus:

17 Schließlich überlegte er und sagte sich: `Daheim haben die Tagelöhner mehr als genug zu essen, und ich sterbe hier vor Hunger!
18 Ich will zu meinem Vater nach Hause gehen und sagen: Vater, ich habe gesündigt, gegen den Himmel und auch gegen dich,
19 und ich bin es nicht mehr wert, dein Sohn zu heißen. Bitte stell mich als einen deiner Tagelöhner ein.´ 
-er stellt einen Plan auf, um den Hunger zu stillen. Er sucht nach Auswegen aus seinem Dilemma. Das ist in diesem Augenblick sogar ganz pragmatisch.
-er tut Buße!
-er will in Demut zu seinem Vater kommen und seinen Stand als Sohn aufgeben. Er kommt in Sack und Asche. 

Kennzeichnend ist, er war von Geburt an schon Sohn. Er wird immer Sohn bleiben. Das heißt doch auch, dass Kinder Gottes schon immer Kinder Gottes gewesen sind. Aber sie können vom guten Weg abirren. Und sie haben immer wieder die Möglichkeit, Buße zu tun. 

Die Freude, die der Vater in dem Gleichnis hat, hat ja Gott auch, wenn wir zu ihm kommen. Egal, wie es mit uns aussieht. Daher hat Buße tun einen sehr angenehmen "Effekt" und ist nicht nur unangenehm. Es ist ein Augenblick der unerwarteten Freude, wenn Gott die Sünden und Schulden zudeckt und vergibt. Der verlorene Sohn hatte sicherlich nicht mit dieser positiven Reaktion seines Vaters gerechnet. Als er bei den Schweinen war, wollte er nicht einmal mehr sein Sohn sein. Es war ihm mit Sicherheit peinlich, dass all das Geld jetzt weg war. 

Also in diesem Gleichnis kommt folgende Reihenfolge zum Tragen:
#Mist bauen
#Buße und Umkehr
#Gnade.

An dieser Stelle möchte ich noch einmal verdeutlichen, dass Gott in seiner Gegenwart keine Sünde dulden kann. Aber es ist ein Unterschied, wenn ich zu Jesus gehe und Vergebung erfahre. Habe ich sie dann erfahren, kann ich in die Gegenwart Gottes. Das ist wohl im letzten Posting nicht klar geworden. Ich müsste dazu noch eine Bibelstelle finden...

finde ich beim besten Willen nicht. Der Römerbrief hat ein paar Aussagen, die darauf hinweisen könnten. Ich möchte nur sagen, in der Gegenwart Gottes (Gott-Vater) können wir als Sünder nicht bestehen. Dafür ist Jesus gestorben, weil er für unsere Sünden verurteilt worden ist. In diesem Licht sind wir dann wieder rein, wenn wir Gnade und Vergebung von Jesus erlangen.

Ich kann dazu noch den "Farbwechsel-Grundkurs des Glaubens" von Wolfram Kopfermann (leider kürzlich verstorben) empfehlen. Aber wahrscheinlich ist er schwer zu bekommen.

So weit, so gut.

Liebe Grüße,
Stephan Specht
".