Im Dezember begann meine neue Maßnahme und ich konnte auf diesem Weg verhindern, langfristig von Hartz IV leben zu müssen. Darüber bin ich sehr froh. Kurz danach kam unsere erste Tochter am 28.12. auf die Welt. Wir sind sehr glücklich über sie und freuen uns, dass sie da ist. Sicherlich macht es viel Arbeit, sie zu ernähren und zu pflegen. Aber sie ist ja so goldig! Sie wog zur Geburt 2820 g und war 50 cm lang. Sie trinkt sehr gut und beginnt schon erste Brabbelversuche. Das ist ein Anzeichen für eine frühe Entwicklung, denn eigentlich beginnen Säuglinge erst ab der 7. Woche erste Sprachversuche. Sie ist einfach wunderbar.
Gleichzeitig muss ich mich jetzt mit dem Tod meiner Mutter auseinander setzen. Sie starb am 21.1.2012 an ihrer langen Krankheit. Ich wusste schon, dass es irgendwann soweit sein wird, aber dass es dann so schnell ging, hätte ich nicht gedacht. Nur die letzten Tage vor ihrem Tod machten mir deutlich, dass es nicht mehr lange dauern kann. Noch zu Weihnachten ging es ihr -den Umständen entsprechend etwas besser. Mich tröstet, dass ich sie die letzten 1,5 h vor ihrem Tod begleiten konnte. Ich wusste nicht, ob sie mich noch wahrnimmt.Nur anhand ihrer heftigen Atemreaktion als ich den Raum betrat, war zu merken, dass sie mich noch wahrgenommen hat.
Zu ihren letzten Atemzügen konnte sie wenigstens noch ihre jüngste Enkelin wahrnehmen, denn meine Mutter war nicht in der Lage, sie früher zu sehen. Wir legten ihr unsere Tochter an die Seite und hielten unsere Tochter so, dass sie mit der Hand die Wange meiner Mutter berühren konnte. Meine Mutter schien überglücklich zu sein, dieses kleine Wesen noch einmal kennen lernen zu können.
Als ich merkte, dass ihr Atem immer schwächer wurde, sagte ich zu ihr:
"Getragen vom Vater"
"Jesus liebt dich"
"Geh zum Vater".
Darauf hin ließ ihr Atem ganz nach und sie verstarb.
Das Leben dauert statistisch gesehen so um die 80 Jahre. Aber es endet in jedem Fall tödlich. Eine unumgehbare Sache, gegen die noch kein Mittel gefunden wurde. Es war für mich eine unbegreifbares Ereignis, weil meine Mutter von einem Moment auf den anderen nicht mehr war. Und sie wird lebend nicht mehr auf dieser Welt gesehen werden. Das Leben ist endlich und vergänglich. Wir glauben an ein Leben nach dem Tod, aber bis es mich trifft, werden noch ein paar Jahre/ Jahrzehnte vergehen. Aber wann? Wer weiß das schon! Solange muss ich damit leben, dass meine Mutter nicht mehr ansprechbar ist.
Trotz der schnellen Abfolge der Geburt unserer Tochter und dem Tod meiner Mutter bin ich glücklich, dass meine Mutter ihre jüngste Enkelin im wahrsten Sinne des Wortes in letzter Minute kennen lernen konnte und sie sich nicht lange quälen musste. Mutters Zustand hatte sich in den drei vorangegangenen Wochen so stark verschlechtert, dass ich froh sein kann, dass sie nun von ihrem Leid erlöst wurde.
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Donnerstag, 2. Februar 2012
Dienstag, 3. Januar 2012
Der König und sein Prinz- eine Fabel über das Evangelium.
Im Grunde ist dies eine Auslegung in Geschichtsform von Joh. 3,16
Es war einmal König Fabian, der nur einen einzigen Sohn hatte. Und der König regierte ein friedliches Land, in dem es aber viele Verhaltensregeln für den Alltag gab. So durfte an Montagen nur bestimmte Arbeiten verrichtet werden, es gab streng festgelegte Wach- und Ruhezeiten. Die Zeiten, zu denen gegessen wurde waren festgelegt und für jeden Tag gab es eine bestimmte Anzahl von Schritten, die eingehalten werden mussten. Es gab strenge Reinheitsgebote, wenn man den König besuchen wollte: Bevor man in den Thronsaal konnte, musste man sich in einem Waschzuber vor dem Eingang gründlich den ganzen Körper waschen. Wer gegen diese Gebote verstieß, begann ein Vergehen, welches einem Aufseher berichtet werden musste. Und so gab es noch viel mehr dieser Gebote.
Viele Menschen waren traurig über diese Regeln und sie waren ihnen eine große Last. Die Strafen bei einem Vergehen waren nicht schlimm, aber lästig: Es wuchsen einem braune Punkte, die sich nicht wieder ablösen ließen. Sie wuchsen auch, wenn man sich sonst moralisch falsch benommen hatte. Auf diese Weise hatte das Volk schwere Lasten zu tragen.
Das Reich des Königs war ringsherum umgeben von einem viel schlimmeren Land. Dort lebten Geschöpfe, die ich nicht als Menschen bezeichnen würde. Sie sahen aus wie Stiere mit 6 Augen, über jedem gab es ein großes Horn und sie hatten vier Beine mit Pferdehufen. Ihre Körper besaßen häufig viele Narben und alle waren grau. Sie waren böse und arglistig untereinander, was einigen aus dem Reich des Königs Fabian gefiel. Deswegen wechselten viele in das andere Land und kamen dabei um. In dem schlimmeren Land gab es keinen König, darum gab es dort keine Ordnung und kein System, doch alle waren gegeneinander. Nur in einem waren sie sich einig: Sie wollten das Land, welches bei Ihnen in der Mitte lag einnehmen und taten alles dafür.
Es gab darum häufig Gefechte zwischen dem rechtslosen Land und dem inneren Land. Und jeder der im Kampf gegen einen Bösen unterlag, der starb nicht etwa, sondern er wurde nur böse. Diese Aggression war ansteckend und übertrug sich bald auf viele von dem Reich von Kaiser Fabian.
Kaiser Fabian sah, dass die Bösen Überhand nahmen und sich immer wieder neue Kampfstrategien einfallen ließen. Darum fasste er einen Entschluss, der ihm sehr schwer gefallen ist und traf sich an einem bestimmten Ort mit den Bösen. Dort vereinbarte er, dass er ihnen seinen Sohn übergeben wird und sie ihn töten können und die Bösen nun sein Volk in Ruhe ließen. Der König verzichtete auf seinen Thronnachfolger! Das war für die Bürger des friedlichen Landes etwas unvorstellbares. Aber der König Fabian ließ nicht mit sich reden. Er ließ seinen Sohn von den bösen Feinden umbringen. Die Bösen nutzten die Chance und quälten den Prinzen bestialisch zugrunde. Sie schlugen ihn, sie traten ihn, vergaben ihm Gift und folterten ihn. Sie feierten seine Unterlegenheit und freuten sich an seinen Schmerzen.
Nachdem der Prinz das letzte mal geatmet hatte, entwich von ihm eine unvorstellbar große Wolke, die sich in windeseile über das Land von König Fabian verteilte. 3 Tage lag das Land im Nebel und die Einwohner waren starr in ihrer letzten Bewegung stehen geblieben. Niemand rührte sich mehr. Als die drei Tage vergangen waren, kam der Prinz lebend wieder. Da fielen die Menschen vor ihren Häusern nieder, weil sie ihn für seine Auferstehung priesen und lobten. Das kleine Land war jetzt mächtiger und stärker geworden gegen die Bösen, weil sich der Sohn für die Interessen seines Landes mit seinem Tod eingesetzt hatte. Die Wolke, welche nach dem Tod des Prinzen von ihm entwich, schien eine Art neues Lebensgefühl in den Einwohnern zu erzeugen. Alle bekannten jetzt freimütig ihre Verfehlungen, weil sie die Größe des Königs und des Prinzen spürten. Die braunen Punkte lösten sich ganz leicht von ihren Körpern und sie fühlten sich alle sehr erleichtert. Nun ordnete der König an, alle quälenden Gebote für den Alltag aufzuheben und das Volk betete den Prinzen und den König an. Die Menschen vergaben sich gegenseitig ihre Verfehlungen, weil nun einer dafür aufgekommen ist. Die Bösen waren besiegt, denn sie hatten keine Möglichkeit mehr in das Land zu kommen: Die Wolke, welche der Prinz ausgeblasen hatte, verschloss die Grenzen zu den Bösen auf unüberwindbare Weise. Der Prinz belohnte jeden reich mit seiner Liebe, wenn jemand seine Sünden bekannte. Von nun an lebten die Menschen in Frieden miteinander für immer und ewig.
Joh 3,16: "Darum liebte Gott die Welt so sehr, weil er seinen einzigen Sohn gab. Denn alle, die an ihn glauben werden nicht verloren werden, sondern haben das ewige Leben"
Es war einmal König Fabian, der nur einen einzigen Sohn hatte. Und der König regierte ein friedliches Land, in dem es aber viele Verhaltensregeln für den Alltag gab. So durfte an Montagen nur bestimmte Arbeiten verrichtet werden, es gab streng festgelegte Wach- und Ruhezeiten. Die Zeiten, zu denen gegessen wurde waren festgelegt und für jeden Tag gab es eine bestimmte Anzahl von Schritten, die eingehalten werden mussten. Es gab strenge Reinheitsgebote, wenn man den König besuchen wollte: Bevor man in den Thronsaal konnte, musste man sich in einem Waschzuber vor dem Eingang gründlich den ganzen Körper waschen. Wer gegen diese Gebote verstieß, begann ein Vergehen, welches einem Aufseher berichtet werden musste. Und so gab es noch viel mehr dieser Gebote.
Viele Menschen waren traurig über diese Regeln und sie waren ihnen eine große Last. Die Strafen bei einem Vergehen waren nicht schlimm, aber lästig: Es wuchsen einem braune Punkte, die sich nicht wieder ablösen ließen. Sie wuchsen auch, wenn man sich sonst moralisch falsch benommen hatte. Auf diese Weise hatte das Volk schwere Lasten zu tragen.
Das Reich des Königs war ringsherum umgeben von einem viel schlimmeren Land. Dort lebten Geschöpfe, die ich nicht als Menschen bezeichnen würde. Sie sahen aus wie Stiere mit 6 Augen, über jedem gab es ein großes Horn und sie hatten vier Beine mit Pferdehufen. Ihre Körper besaßen häufig viele Narben und alle waren grau. Sie waren böse und arglistig untereinander, was einigen aus dem Reich des Königs Fabian gefiel. Deswegen wechselten viele in das andere Land und kamen dabei um. In dem schlimmeren Land gab es keinen König, darum gab es dort keine Ordnung und kein System, doch alle waren gegeneinander. Nur in einem waren sie sich einig: Sie wollten das Land, welches bei Ihnen in der Mitte lag einnehmen und taten alles dafür.
Es gab darum häufig Gefechte zwischen dem rechtslosen Land und dem inneren Land. Und jeder der im Kampf gegen einen Bösen unterlag, der starb nicht etwa, sondern er wurde nur böse. Diese Aggression war ansteckend und übertrug sich bald auf viele von dem Reich von Kaiser Fabian.
Kaiser Fabian sah, dass die Bösen Überhand nahmen und sich immer wieder neue Kampfstrategien einfallen ließen. Darum fasste er einen Entschluss, der ihm sehr schwer gefallen ist und traf sich an einem bestimmten Ort mit den Bösen. Dort vereinbarte er, dass er ihnen seinen Sohn übergeben wird und sie ihn töten können und die Bösen nun sein Volk in Ruhe ließen. Der König verzichtete auf seinen Thronnachfolger! Das war für die Bürger des friedlichen Landes etwas unvorstellbares. Aber der König Fabian ließ nicht mit sich reden. Er ließ seinen Sohn von den bösen Feinden umbringen. Die Bösen nutzten die Chance und quälten den Prinzen bestialisch zugrunde. Sie schlugen ihn, sie traten ihn, vergaben ihm Gift und folterten ihn. Sie feierten seine Unterlegenheit und freuten sich an seinen Schmerzen.
Nachdem der Prinz das letzte mal geatmet hatte, entwich von ihm eine unvorstellbar große Wolke, die sich in windeseile über das Land von König Fabian verteilte. 3 Tage lag das Land im Nebel und die Einwohner waren starr in ihrer letzten Bewegung stehen geblieben. Niemand rührte sich mehr. Als die drei Tage vergangen waren, kam der Prinz lebend wieder. Da fielen die Menschen vor ihren Häusern nieder, weil sie ihn für seine Auferstehung priesen und lobten. Das kleine Land war jetzt mächtiger und stärker geworden gegen die Bösen, weil sich der Sohn für die Interessen seines Landes mit seinem Tod eingesetzt hatte. Die Wolke, welche nach dem Tod des Prinzen von ihm entwich, schien eine Art neues Lebensgefühl in den Einwohnern zu erzeugen. Alle bekannten jetzt freimütig ihre Verfehlungen, weil sie die Größe des Königs und des Prinzen spürten. Die braunen Punkte lösten sich ganz leicht von ihren Körpern und sie fühlten sich alle sehr erleichtert. Nun ordnete der König an, alle quälenden Gebote für den Alltag aufzuheben und das Volk betete den Prinzen und den König an. Die Menschen vergaben sich gegenseitig ihre Verfehlungen, weil nun einer dafür aufgekommen ist. Die Bösen waren besiegt, denn sie hatten keine Möglichkeit mehr in das Land zu kommen: Die Wolke, welche der Prinz ausgeblasen hatte, verschloss die Grenzen zu den Bösen auf unüberwindbare Weise. Der Prinz belohnte jeden reich mit seiner Liebe, wenn jemand seine Sünden bekannte. Von nun an lebten die Menschen in Frieden miteinander für immer und ewig.
Joh 3,16: "Darum liebte Gott die Welt so sehr, weil er seinen einzigen Sohn gab. Denn alle, die an ihn glauben werden nicht verloren werden, sondern haben das ewige Leben"
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Sonntag, 20. November 2011
Kanzlerin Angie und das Geld
Angie geht und kauft ein Haus.
Aber Angie ist arm wie eine Maus.
Da geht sie fix zu ihrer Bank,
und sagt: "Gib mir Geld, ich muss mich schützen"
Die Bank sieht schon das Malheur:
"Hast du Geld für Sicherheiten, sonst gibts auf die Mützen!"
Angie spricht empört:
"Wieso Sicherheiten, mit 1000 € kann ich hebeln!"
Die Bank verleiht ihr immer noch Gehör:
"Aber wie geht hebeln?"
Angie die Bank beschwört:
"Na die andern knebeln!"
Aber Angie ist arm wie eine Maus.
Da geht sie fix zu ihrer Bank,
und sagt: "Gib mir Geld, ich muss mich schützen"
Die Bank sieht schon das Malheur:
"Hast du Geld für Sicherheiten, sonst gibts auf die Mützen!"
Angie spricht empört:
"Wieso Sicherheiten, mit 1000 € kann ich hebeln!"
Die Bank verleiht ihr immer noch Gehör:
"Aber wie geht hebeln?"
Angie die Bank beschwört:
"Na die andern knebeln!"
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Dienstag, 8. November 2011
Erste Prüfungen für den C-Orgel-Schein
Der C-Kurs nähert sich dem Ende. Im Juni 2012 lege ich die letzten Prüfungen ab. Kürzlich war in Hildesheim der zentrale C-Kursus und ich habe die ersten Prüfungen für Hymnologie (Liederkunde), Evangelische Liturgik, eine Singprobe und eine kleine Theologieprüfung abgelegt. Für die ersten beiden Fächer kenne ich die Ergebnisse nicht, die beiden letzten habe ich definitiv bestanden.
Eigentlich wollte ich Chorleitung und Orgelprüfung machen, aber ich bemerkte, dass ich nicht so gut singen und dirigieren kann. Ich überlege es mir noch einmal, denn für das Fach Chorleitung braucht man schon etwas mehr Erfahrung und Können. Ob nun ja oder nein- eine Prüfung für das Fach Chorleitung habe ich in Hildesheim ebenfalls abgelegt: "Chorliteraturkunde". Das Ergebnis steht auch noch aus.
Ich war neun Tage in Hildesheim, wo es von morgens bis abends Unterricht gab und wir haben übehalber viel gesungen und musiziert. Ich hatte die Gelegenheit, einmal die Orgel in der Michaeliskirche auszuprobieren, dabei zog ich alle Register und stellte fest, dass eine Orgel lauter als ein vorbeifahrender D-Zug sein kann. Aber das macht ja auch Spaß!
Im Sommer bin ich der Evangelischen Kirche beigetreten. Das ist einmal von Vorteil für eine Stelle als Kirchenmusiker, aber ich bin den evangelischen Grundsätzen von Luther in jedem Fall einverstanden. Daneben gibt es trotzdem ein paar Dinge, mit denen ich nicht einverstanden bin, wie z. B. Thema Abtreibung. Glücklicher Weise kann ich mein Leben so gestalten, wie ich es als Christ für richtig erachte.
Eigentlich wollte ich Chorleitung und Orgelprüfung machen, aber ich bemerkte, dass ich nicht so gut singen und dirigieren kann. Ich überlege es mir noch einmal, denn für das Fach Chorleitung braucht man schon etwas mehr Erfahrung und Können. Ob nun ja oder nein- eine Prüfung für das Fach Chorleitung habe ich in Hildesheim ebenfalls abgelegt: "Chorliteraturkunde". Das Ergebnis steht auch noch aus.
Ich war neun Tage in Hildesheim, wo es von morgens bis abends Unterricht gab und wir haben übehalber viel gesungen und musiziert. Ich hatte die Gelegenheit, einmal die Orgel in der Michaeliskirche auszuprobieren, dabei zog ich alle Register und stellte fest, dass eine Orgel lauter als ein vorbeifahrender D-Zug sein kann. Aber das macht ja auch Spaß!
Im Sommer bin ich der Evangelischen Kirche beigetreten. Das ist einmal von Vorteil für eine Stelle als Kirchenmusiker, aber ich bin den evangelischen Grundsätzen von Luther in jedem Fall einverstanden. Daneben gibt es trotzdem ein paar Dinge, mit denen ich nicht einverstanden bin, wie z. B. Thema Abtreibung. Glücklicher Weise kann ich mein Leben so gestalten, wie ich es als Christ für richtig erachte.
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Montag, 26. September 2011
Freizeit in verregneten Ferien
Wir verbrachten unseren letzten Urlaub in Dänemark, in der Nähe von Hals an der Ostsee. Hals liegt etwa 30 km von Aalborg entfernt.
Die erste Woche war stark verregnet. Wir haben es geschafft, trotz schlechtem Wetters das Beste daraus zu machen.
Wir genossen Wind und Wetter und achteten auf die kleinen Dinge.
Dieser Beitrag soll aufzeigen, wie man sich bei schlechtem Wetter den Urlaub noch gut genießen kann! ;-)
...Strände betrachten mit all den Wolkenformationen...
...Schnecken und Muscheln sammeln
...sich abends vorm Feuer wärmen!
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Sonntag, 25. September 2011
Kommentar zum Papstbesuch
Ich reagier grundsätzlich skeptisch, wenn eine "christliche Autorität" eine Massenveranstaltung verursacht. Allein die Kosten in Höhe von 25-30 Millionen Euro halte ich für sehr viel Geld, mit dem man über längere Zeit humanitäre Projekte finanzieren könnte.
Eine christliche Autorität wie der katholische Papst oder der neuapostolische Stammapostel steht in der Gefahr überbewertet zu werden und über den einzigen Vater, Jesus Christus, überhöht zu werden. Der Papst maßte sich in der Hinsicht an, die Gläubigen zur Treue zum Vatikan anzuhalten. Es scheint so, dass die Organisation letztlich -neben den christuszentrierten Predigten- über Christus hinaus gehoben wird.
Gut, ein paar Informationen konnte ich über die Predigten erhalten Papstpredigten . Inhaltlich fand ich seine Aufforderung, mehr Liebe "zu üben", gut. In einer Welt, in der rational gehandelt wird und dabei sogar Menschleben zugrunde gehen (z. B. PID), ist das genau der richtige Appell. Allerdings fehlte mir an seiner Ausdrucksweise auch die erforderliche Liebe. Denn Menschen können selten auf Knopfdruck Liebe üben. Das ist Sache des Heiligen Geistes- ohne ihn wird manches schnell zielloser Aktionismus.
Über viele Ansichten seiner Predigten bin ich geteilter Meinung. Ich teile das nicht alles, was aber am Meisten an meiner -inzwischen protestantischen- Herkunft liegt.
Papst Benedikt XVI. äußerte sich während seines Papstbesuches nur ganz kurz zur Ökumene, was ich sehr bedauerlich finde. Der Papst äußerte ganz kurz:
"Im Vorfeld des Papstbesuchs war verschiedentlich von einem ökumenischen Gastgeschenk die Rede, das man sich von diesem Besuch erwarte. Die Gaben, die dabei genannt wurden, brauche ich nicht einzeln anzuführen. Dazu möchte ich sagen, dass dies ein politisches Missverständnis des Glaubens und der Ökumene darstellt. Wenn ein Staatsoberhaupt ein befreundetes Land besucht, gehen im allgemeinen Kontakte zwischen den Instanzen voraus, die den Abschluss eines oder auch mehrerer Verträge zwischen den beiden Staaten vorbereiten: In der Abwägung von Vor- und Nachteilen entsteht der Kompromiss, der schließlich für beide Seiten vorteilhaft erscheint, so dass dann das Vertragswerk unterschrieben werden kann.
Aber der Glaube der Christen beruht nicht auf einer Abwägung unserer Vor- und Nachteile. Ein selbstgemachter Glaube ist wertlos. Der Glaube ist nicht etwas, was wir ausdenken oder aushandeln. Er ist die Grundlage, auf der wir leben. Nicht durch Abwägung von Vor- und Nachteilen, sondern nur durch tieferes Hineindenken und Hineinleben in den Glauben wächst Einheit."
(Quelle: www.christ-im-dialog.de)
Aus meiner Sicht eine völlig ausweichende Haltung und dazu noch eine falsche Darstellung. Es geht hier nicht wie bei Staatsoberhäuptern zu, um neue Verträge auszumachen, sondern es geht um Wahrheit. Es geht z. B. darum, ob der Papststuhl mit seiner bisherigen Begründung biblischen Fundamenten standhält und ob im Abendmahl Christus selbst anwesend ist oder es nur ein Gedächtnismahl ist. Was ist wahr am katholischen Glaubensfundament, oder müssen alte Überzeugungen aufgegeben werden? Es geht dabei nicht um Kompromisse, sondern um eine ausführliche Beleuchtung von Wahrheit oder Unwahrheit. Sicherlich, der Papst will an solchen wesentlichen und repräsentativen Terminen nicht mit dem Feuer spielen. - Aber er ist nun mal den Rest seines Lebens repräsentativ und ich finde es wichtig, dass er klare Stellungen bezieht und sich seinen Kritikern einmal stellt. An diesen Punkten hätte ich gerne mehr Offenheit und Transparenz.
Positiv finde ich, dass der Ort am Freitag strategisch gut war, nämlich ein Kloster des Eremitenordens, in dem Martin Luther 1505 aufgenommen worden ist. Eigentlich ein durch und durch protestantischer Ort. Und ich finde gut, dass es einen ökumenischen Wortgottesdienst gab, in dem sich beide Seiten anpredigen durften.
Also, kurzes Schlussplädoyer: Wenn die Katholische Kirche nicht so starre Dogmen hätte und sich nicht für die einzige mögliche Kirche hielte, wäre das alles einigermaßen annehmebar gewesen. Da der Papst sich für das "Hineindenken und Hineinleben" in den christlichen Glauben aussprach, zählen für ihn aber auch die Dogmen nicht so sehr wie das eigentliche Wesen des christlichen Glaubens. Denn, christlicher Glaube macht am Meisten die Nächstenliebe aus und die Beziehung zu dem einzigen Retter, Jesus Christus. Wenn die Dogmen nicht da wären, wäre unser Papst vielleicht sogar ein Protestant! ;-) Aber hinter diesen Worten steckt, wie ich finde, einfach das Aussitzen von Problemen.
http://www.faz.net/artikel/C32826/papstbesuch-in-erfurt-weniger-als-wenig-30722895.html
http://www.christ-im-dialog.de/index.php?option=com_content&task=view&id=2192&Itemid=53
Eine christliche Autorität wie der katholische Papst oder der neuapostolische Stammapostel steht in der Gefahr überbewertet zu werden und über den einzigen Vater, Jesus Christus, überhöht zu werden. Der Papst maßte sich in der Hinsicht an, die Gläubigen zur Treue zum Vatikan anzuhalten. Es scheint so, dass die Organisation letztlich -neben den christuszentrierten Predigten- über Christus hinaus gehoben wird.
Gut, ein paar Informationen konnte ich über die Predigten erhalten Papstpredigten . Inhaltlich fand ich seine Aufforderung, mehr Liebe "zu üben", gut. In einer Welt, in der rational gehandelt wird und dabei sogar Menschleben zugrunde gehen (z. B. PID), ist das genau der richtige Appell. Allerdings fehlte mir an seiner Ausdrucksweise auch die erforderliche Liebe. Denn Menschen können selten auf Knopfdruck Liebe üben. Das ist Sache des Heiligen Geistes- ohne ihn wird manches schnell zielloser Aktionismus.
Über viele Ansichten seiner Predigten bin ich geteilter Meinung. Ich teile das nicht alles, was aber am Meisten an meiner -inzwischen protestantischen- Herkunft liegt.
Papst Benedikt XVI. äußerte sich während seines Papstbesuches nur ganz kurz zur Ökumene, was ich sehr bedauerlich finde. Der Papst äußerte ganz kurz:
"Im Vorfeld des Papstbesuchs war verschiedentlich von einem ökumenischen Gastgeschenk die Rede, das man sich von diesem Besuch erwarte. Die Gaben, die dabei genannt wurden, brauche ich nicht einzeln anzuführen. Dazu möchte ich sagen, dass dies ein politisches Missverständnis des Glaubens und der Ökumene darstellt. Wenn ein Staatsoberhaupt ein befreundetes Land besucht, gehen im allgemeinen Kontakte zwischen den Instanzen voraus, die den Abschluss eines oder auch mehrerer Verträge zwischen den beiden Staaten vorbereiten: In der Abwägung von Vor- und Nachteilen entsteht der Kompromiss, der schließlich für beide Seiten vorteilhaft erscheint, so dass dann das Vertragswerk unterschrieben werden kann.
Aber der Glaube der Christen beruht nicht auf einer Abwägung unserer Vor- und Nachteile. Ein selbstgemachter Glaube ist wertlos. Der Glaube ist nicht etwas, was wir ausdenken oder aushandeln. Er ist die Grundlage, auf der wir leben. Nicht durch Abwägung von Vor- und Nachteilen, sondern nur durch tieferes Hineindenken und Hineinleben in den Glauben wächst Einheit."
(Quelle: www.christ-im-dialog.de)
Aus meiner Sicht eine völlig ausweichende Haltung und dazu noch eine falsche Darstellung. Es geht hier nicht wie bei Staatsoberhäuptern zu, um neue Verträge auszumachen, sondern es geht um Wahrheit. Es geht z. B. darum, ob der Papststuhl mit seiner bisherigen Begründung biblischen Fundamenten standhält und ob im Abendmahl Christus selbst anwesend ist oder es nur ein Gedächtnismahl ist. Was ist wahr am katholischen Glaubensfundament, oder müssen alte Überzeugungen aufgegeben werden? Es geht dabei nicht um Kompromisse, sondern um eine ausführliche Beleuchtung von Wahrheit oder Unwahrheit. Sicherlich, der Papst will an solchen wesentlichen und repräsentativen Terminen nicht mit dem Feuer spielen. - Aber er ist nun mal den Rest seines Lebens repräsentativ und ich finde es wichtig, dass er klare Stellungen bezieht und sich seinen Kritikern einmal stellt. An diesen Punkten hätte ich gerne mehr Offenheit und Transparenz.
Positiv finde ich, dass der Ort am Freitag strategisch gut war, nämlich ein Kloster des Eremitenordens, in dem Martin Luther 1505 aufgenommen worden ist. Eigentlich ein durch und durch protestantischer Ort. Und ich finde gut, dass es einen ökumenischen Wortgottesdienst gab, in dem sich beide Seiten anpredigen durften.
Also, kurzes Schlussplädoyer: Wenn die Katholische Kirche nicht so starre Dogmen hätte und sich nicht für die einzige mögliche Kirche hielte, wäre das alles einigermaßen annehmebar gewesen. Da der Papst sich für das "Hineindenken und Hineinleben" in den christlichen Glauben aussprach, zählen für ihn aber auch die Dogmen nicht so sehr wie das eigentliche Wesen des christlichen Glaubens. Denn, christlicher Glaube macht am Meisten die Nächstenliebe aus und die Beziehung zu dem einzigen Retter, Jesus Christus. Wenn die Dogmen nicht da wären, wäre unser Papst vielleicht sogar ein Protestant! ;-) Aber hinter diesen Worten steckt, wie ich finde, einfach das Aussitzen von Problemen.
http://www.faz.net/artikel/C32826/papstbesuch-in-erfurt-weniger-als-wenig-30722895.html
http://www.christ-im-dialog.de/index.php?option=com_content&task=view&id=2192&Itemid=53
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Dienstag, 13. September 2011
Bibelauslegung zur Jahreslosung 2012
Die Jahreslosung 2012 lautet: "Meine Kraft ist im Schwachen mächtig" (2. Korinther 12,9).
Ich mache mir gerade viele Gedanken, wie es mit mir und meiner Frau beruflich weiter geht. Meine Frau ist in Mutterschaft und kann die nächsten 1-2 Jahre nicht arbeiten und ich weiß beruflich immer noch nicht, wie es weitergeht. Es ist frustrierend! Ich habe nicht das Ziel, Hartz IV zu bekommen, aber es lässt sich wohl nicht umgehen. Für mich ist Hartz IV stark mit Vorurteilen belastet wie Faulheit, von morgens bis abends fernsehen, Chips und Alkohol und eben zur bemitleideten "Unterschicht" zu gehören. Das lastet mir an wie ein Stygmata. Ich zähle mich nicht zu den oben genannten Menschen und hoffe, das wird mit mir auch nicht in Verbindung gebracht.
Bei diesen Gedanken kam mir die oben genannte Jahreslosung in den Sinn. Doch bei näherem Hinschauen sollte diese Jahreslosung nicht als geistliches Trostpflaster missbraucht werden. Nehmen wir Paulus mit seinen Worten ernst, müssen wir uns mit dem näheren Bibeltext beschäftigen.
Trostpflaster haben die Eigenschaft, Leid und Kummer abzumildern. Nimmt man die Trostpflaster ab, ist alles beim Alten- fällt mir dazu spontan ein.
Die Jahreslosung bedarf einer Auslegung, um sie recht zu begreifen.
Ich habe mich gefragt: "Wozu wird denn nun der Schwache mächtig sein?".
Weitere Frage: "Wozu war Paulus mächtig?"
Paulus hat ein Problem mit Angeberei und Prahlerei. Das schildert er eindrücklich in seinem 2. Brief an die Korinter, aber er hat in diesem Brief eine Ausnahme gemacht und einmal sein wirklich schlimmes Leid geklagt. Er ist drei mal mit 39 Schlägen verprügelt worden, wurde ausgepeitscht, er wurde gesteinigt und musste sich in letzter Minute vom Schiff retten. Paulus schreibt sogar, dass er sich in Lebensgefahr befand und er hungerte und fror und er berichtet noch so einiges mehr. Wegen seiner christlichen Überzeugung, welche damals weder aktuell noch bekannt war und schon gar nicht anerkannt war, musste er sich viele Drangsalierungen von Juden und Heiden gefallen lassen. Paulus wusste genau, was Christenverfolgung bedeutete. Zum Schluss von seinen Ausführungen berichtet Paulus noch vom "Dorn im Fleisch"- keiner weiß was das heute bedeuten soll- nach seinen Angaben hat ihn das stark geschwächt. Er hätte mit Gott gebetet, damit er von dem Dorn und seinen Drangsalierungen befreit wird. Aber Gott hat ihm nach dreimaligem Beten gesagt: "Meine Gnade ist alles was du brauchst. Meine Kraft ist im Schwachen mächtig". Punkt! Aus!
Also ich mein, was ist das für ein Gott? Paulus geht es wirklich schlecht! Er ist nach all den Reisen und Schmerzen körperlich so geschwächt, dass er vermutlich Schwierigkeiten gehabt hatte, den Kugelschreiber ruhig in der Hand zu halten und Gott sagt ihm nur das Wenige?
Wenn ich das richtig sehe, hätte Paulus jetzt mal ein 3-Gänge-Menü vom Spitzenkoch verdient, eine Woche ausschlafen und ein Bundesverdienstkreuz!
Mitnichten!
Gott hat nur das Bisschen gesagt.
Gnade bedeutet, dass wir für unsere Fehler, Sünden und Schwächen nicht aufkommen müssen. Durch Jesu Tod am Kreuz sind wir rein. Aus den anderen Briefen von Paulus geht hervor, dass er sich sehr wohl bewusst war, ein sündiger Mensch zu sein. Darum hat Gott ihm das sicherlich auch gesagt. Ein Theologe aus dem 19. Jahrhundert, Charles Spurgeon, sagte mal diesen bemerkenswerten Satz: "Nebst der Gnade ist Sauerstoff das Wichtigste". Als Protestant hat er das bemerkenswert klar ausgedrückt, wie lebensnotwendig Gnade und damit Erlösung von den Sünden ist. Nur mit einem reinen Herzen kommt man in den Himmel. Das war ja wohl schon immer klar.
Dann kommen wir zur eigentlichen Jahreslosung:"Meine Kraft wird im Schwachen mächtig sein". Paulus war vor Allem körperlich schwach. Im Glauben hat es ihn wohl eher nicht an Kraft gefehlt. Er muss so gebeutelt gewesen sein, dass er sich dachte, "so kann es nicht mehr weiter gehen". Und dazu sagt Gott eben, mit dir körperlich Schwachen, habe ich Großes vor. Und wenn Gott von seiner Kraft spricht, meint er als erstes sein Evangelium. Er meint nicht Geld und Gut, nicht Macht und Beherrschung, sondern Dienerschaft für Christus.
Paulus Aufgabe war es, durch die Welt zu reisen und die gute Botschaft, von der Erlösung vom Kreuz, zu sprechen und zu predigen. Es ging nicht darum, viel Geld zu verdienen und den größten und schnellsten Esel zu besitzen.
Und um kurz auf mein Hartz IV Problem zurück zu kommen:
Paulus erlitt viele Entbehrungen und Drangsalierungen. Er kam mit dem Geringsten aus, um am Leben zu bleiben.
- Liebe
- Ein Dach über dem Kopf- allerdings nur dort, wo es mal kalt wird und sich wilde Tiere aufhalten.
- Etwas zu Essen und zu Trinken
- Luft zum Atmen
Mit Hartz IV ist das gegeben und ich könnte auch lernen, asketisch zu leben! Letzteres nur als Witz nebenbei.
Ich komme nun auf die Verkündigung des Evangeliums in heutiger Zeit zurück: Heute sind es die Kirchen, welche das Evangelium verkünden. Als Vertretungsorganist komme ich ein bisschen herum und höre darum auch so einige Predigten in der Evangelisch-Lutherischen Kirche. Und ich bin manches mal traurig, was gepredigt wird. Ich will das jetzt nicht bis ins Detail berichten. Nur so viel: Eine gute Predigt höre ich selten. Die Pastoren machen sich Sorgen über leer werdende Kirchen und richten sich auf Sparmaßnahmen ein. Sie legen wert auf eine geordnete Liturgie, welche einiges an Konzentration abverlangt und sagen ihren Zuhörern, sie sollen nicht alles weg schmeißen, was noch halbwegs brauchbar ist. Ein Pastor hielt "weltliche Zentren" wie Fussballstadien für teuflisch (Anmerkung: Jesus ist da hin gegangen, wo die Menschen waren und er sie bei den täglichen Dingen angetroffen hat. Er war MITTEN unter ihnen). Wenn das Predigtinhalte sind, ist es kein Wunder, dass der Altersdurchschnitt am Sonntag Morgen bei 65 Jahren liegt. So sieht eine sterbende Kirche aus. Drohbotschaften und Zeigefinger verjagt junge Menschen.
Ich finde es manches mal so traurig, was gepredigt wird. Warum konzentrieren sich die Pastoren sich nicht mehr auf das Evangelium, auf frei machende Predigten?
Das Wort vom Kreuz hat Gewicht und ist lebensverändernd, ist heilsam, ist tröstend, ist aufbauend, gesundheitsförderlich, ist ermutigend, ist freiheitlich, ist apostolisch, usw. Es wird Zeit, zu den Ursprüngen der Urchristen zurück zu kommen. Da halte ich manche Freikirche für lebendiger -auch wenn dort nicht immer alles recht biblisch ist- und vor Allem für fröhlicher.
Jesus starb für unsere Sünden. Wenn ich mir das vor Augen halte, kann ich nicht mehr traurig sein. Jedenfalls freue ich mich darüber, wie jemand der eine fette Beute gefangen hat. Allein darum gibt es keinen Grund, dauernd traurig in der Kirchenbank zu sitzen.
Ein ausgefallenes Beispiel an ausgeprägt Schwachen sind die Jesus Freaks (eine christliche Gemeinde auf der Hamburger Schanze): Es sindmanche unter ihnen aus schwierigen Lebensbedingungen, manche sicherlich sogar mit Suchthintergrund. Aber sie haben das Evangelium mit einem Funken abbekommen und sind für Jesus explodiert. Sie haben ihre Drogen gelassen und reden, wann immer man sie trifft, von ihrer Errettung und dass sie zu Jesus gehören. Einen kenne ich persönlich, ein trockener Alkoholiker, er wurde als Jugendlicher kriminell, lebte als Punk auf der Straße- in Polen wie in England, heute in Deutschland. Seit seiner Bekehrung gibt es kaum etwas anderes in seinem Leben als diesen einen Messias. Mancher würde behaupten, sie sind nicht ganz dicht im Kopf- so wie es Paulus auch von sich sagte- aber für sie dreht es sich nur noch um Christus. Sie haben die rettende Botschaft verstanden. Meistens leben sie nach ihrer Bekehrung noch immer in prekären Verhältnissen und sind gebeutelt vom Leben. Und für diese jungen, überaus eifrigen Missionare gilt: "Meine Kraft ist im Schwachen mächtig"! Weil sie auf ihre Weise allen vom Evangelium erzählen. Sie beten auf der Straße und schwallen die Fahrgäste in der S-Bahn von Jesus zu. Sie sind stark, um das Evangelium zu erzählen und wissen von Wundern zu berichten. Für mich sind das am Ehesten Apostel.
Diese Kraft ist in Menschen mächtig, denen man es nicht ansieht und nicht zutraut. Jene erzählen das Evangelium so klar und prägnant, obwohl sie gesellschaftlich Außenseiter sind und sonst nichts zu sagen haben. Sie haben sonst keine Anerkennung, sind das, was manche von uns lieber nicht am Wohnzimmertisch sitzen haben wollen, wären total unbedeutend, wenn sie nicht den ganzen Tag von ihrem Jesus reden würden. Es sind Ex-Junkies, Ex-Raucher, Ex- Spieler usw, psychisch Kranke, Ex-Bankräuber, Ex-Erpresser und Ladendiebe. Manche stinken und sind unrasiert. Sie stören und sind irgendwie extrem. Also richtig schräge Typen! Aber sie sind Apostel, weil Jesu Kraft im Schwachen mächtig ist.
In meinen Augen sind die vielen historischen Kirchen und Gebäude wertlos, wenn die freimachende Botschaft, welche in ihnen gepredigt werden soll, keine Zündfunken auslöst. Alte Gebäude und Kirchen, große, wertvolle Orgeln, Altäre, Statuen, Bilder, Särge und Heiligengebeine sind so dermaßen nutzlos. Keines dieser Gegenstände macht fromm, heilig oder hilft mir, in den Himmel zu kommen. Das Wort der Bibel muss in Kraft gepredigt werden und die eigentlichen Aussagen der Bibel müssen zur Sprache kommen, die Predigt soll ins Leben der Zuhörer sprechen und hilfreich sein.
Ich mache mir gerade viele Gedanken, wie es mit mir und meiner Frau beruflich weiter geht. Meine Frau ist in Mutterschaft und kann die nächsten 1-2 Jahre nicht arbeiten und ich weiß beruflich immer noch nicht, wie es weitergeht. Es ist frustrierend! Ich habe nicht das Ziel, Hartz IV zu bekommen, aber es lässt sich wohl nicht umgehen. Für mich ist Hartz IV stark mit Vorurteilen belastet wie Faulheit, von morgens bis abends fernsehen, Chips und Alkohol und eben zur bemitleideten "Unterschicht" zu gehören. Das lastet mir an wie ein Stygmata. Ich zähle mich nicht zu den oben genannten Menschen und hoffe, das wird mit mir auch nicht in Verbindung gebracht.
Bei diesen Gedanken kam mir die oben genannte Jahreslosung in den Sinn. Doch bei näherem Hinschauen sollte diese Jahreslosung nicht als geistliches Trostpflaster missbraucht werden. Nehmen wir Paulus mit seinen Worten ernst, müssen wir uns mit dem näheren Bibeltext beschäftigen.
Trostpflaster haben die Eigenschaft, Leid und Kummer abzumildern. Nimmt man die Trostpflaster ab, ist alles beim Alten- fällt mir dazu spontan ein.
Die Jahreslosung bedarf einer Auslegung, um sie recht zu begreifen.
Ich habe mich gefragt: "Wozu wird denn nun der Schwache mächtig sein?".
Weitere Frage: "Wozu war Paulus mächtig?"
Paulus hat ein Problem mit Angeberei und Prahlerei. Das schildert er eindrücklich in seinem 2. Brief an die Korinter, aber er hat in diesem Brief eine Ausnahme gemacht und einmal sein wirklich schlimmes Leid geklagt. Er ist drei mal mit 39 Schlägen verprügelt worden, wurde ausgepeitscht, er wurde gesteinigt und musste sich in letzter Minute vom Schiff retten. Paulus schreibt sogar, dass er sich in Lebensgefahr befand und er hungerte und fror und er berichtet noch so einiges mehr. Wegen seiner christlichen Überzeugung, welche damals weder aktuell noch bekannt war und schon gar nicht anerkannt war, musste er sich viele Drangsalierungen von Juden und Heiden gefallen lassen. Paulus wusste genau, was Christenverfolgung bedeutete. Zum Schluss von seinen Ausführungen berichtet Paulus noch vom "Dorn im Fleisch"- keiner weiß was das heute bedeuten soll- nach seinen Angaben hat ihn das stark geschwächt. Er hätte mit Gott gebetet, damit er von dem Dorn und seinen Drangsalierungen befreit wird. Aber Gott hat ihm nach dreimaligem Beten gesagt: "Meine Gnade ist alles was du brauchst. Meine Kraft ist im Schwachen mächtig". Punkt! Aus!
Also ich mein, was ist das für ein Gott? Paulus geht es wirklich schlecht! Er ist nach all den Reisen und Schmerzen körperlich so geschwächt, dass er vermutlich Schwierigkeiten gehabt hatte, den Kugelschreiber ruhig in der Hand zu halten und Gott sagt ihm nur das Wenige?
Wenn ich das richtig sehe, hätte Paulus jetzt mal ein 3-Gänge-Menü vom Spitzenkoch verdient, eine Woche ausschlafen und ein Bundesverdienstkreuz!
Mitnichten!
Gott hat nur das Bisschen gesagt.
Gnade bedeutet, dass wir für unsere Fehler, Sünden und Schwächen nicht aufkommen müssen. Durch Jesu Tod am Kreuz sind wir rein. Aus den anderen Briefen von Paulus geht hervor, dass er sich sehr wohl bewusst war, ein sündiger Mensch zu sein. Darum hat Gott ihm das sicherlich auch gesagt. Ein Theologe aus dem 19. Jahrhundert, Charles Spurgeon, sagte mal diesen bemerkenswerten Satz: "Nebst der Gnade ist Sauerstoff das Wichtigste". Als Protestant hat er das bemerkenswert klar ausgedrückt, wie lebensnotwendig Gnade und damit Erlösung von den Sünden ist. Nur mit einem reinen Herzen kommt man in den Himmel. Das war ja wohl schon immer klar.
Dann kommen wir zur eigentlichen Jahreslosung:"Meine Kraft wird im Schwachen mächtig sein". Paulus war vor Allem körperlich schwach. Im Glauben hat es ihn wohl eher nicht an Kraft gefehlt. Er muss so gebeutelt gewesen sein, dass er sich dachte, "so kann es nicht mehr weiter gehen". Und dazu sagt Gott eben, mit dir körperlich Schwachen, habe ich Großes vor. Und wenn Gott von seiner Kraft spricht, meint er als erstes sein Evangelium. Er meint nicht Geld und Gut, nicht Macht und Beherrschung, sondern Dienerschaft für Christus.
Paulus Aufgabe war es, durch die Welt zu reisen und die gute Botschaft, von der Erlösung vom Kreuz, zu sprechen und zu predigen. Es ging nicht darum, viel Geld zu verdienen und den größten und schnellsten Esel zu besitzen.
Und um kurz auf mein Hartz IV Problem zurück zu kommen:
Paulus erlitt viele Entbehrungen und Drangsalierungen. Er kam mit dem Geringsten aus, um am Leben zu bleiben.
- Liebe
- Ein Dach über dem Kopf- allerdings nur dort, wo es mal kalt wird und sich wilde Tiere aufhalten.
- Etwas zu Essen und zu Trinken
- Luft zum Atmen
Mit Hartz IV ist das gegeben und ich könnte auch lernen, asketisch zu leben! Letzteres nur als Witz nebenbei.
Ich komme nun auf die Verkündigung des Evangeliums in heutiger Zeit zurück: Heute sind es die Kirchen, welche das Evangelium verkünden. Als Vertretungsorganist komme ich ein bisschen herum und höre darum auch so einige Predigten in der Evangelisch-Lutherischen Kirche. Und ich bin manches mal traurig, was gepredigt wird. Ich will das jetzt nicht bis ins Detail berichten. Nur so viel: Eine gute Predigt höre ich selten. Die Pastoren machen sich Sorgen über leer werdende Kirchen und richten sich auf Sparmaßnahmen ein. Sie legen wert auf eine geordnete Liturgie, welche einiges an Konzentration abverlangt und sagen ihren Zuhörern, sie sollen nicht alles weg schmeißen, was noch halbwegs brauchbar ist. Ein Pastor hielt "weltliche Zentren" wie Fussballstadien für teuflisch (Anmerkung: Jesus ist da hin gegangen, wo die Menschen waren und er sie bei den täglichen Dingen angetroffen hat. Er war MITTEN unter ihnen). Wenn das Predigtinhalte sind, ist es kein Wunder, dass der Altersdurchschnitt am Sonntag Morgen bei 65 Jahren liegt. So sieht eine sterbende Kirche aus. Drohbotschaften und Zeigefinger verjagt junge Menschen.
Ich finde es manches mal so traurig, was gepredigt wird. Warum konzentrieren sich die Pastoren sich nicht mehr auf das Evangelium, auf frei machende Predigten?
Das Wort vom Kreuz hat Gewicht und ist lebensverändernd, ist heilsam, ist tröstend, ist aufbauend, gesundheitsförderlich, ist ermutigend, ist freiheitlich, ist apostolisch, usw. Es wird Zeit, zu den Ursprüngen der Urchristen zurück zu kommen. Da halte ich manche Freikirche für lebendiger -auch wenn dort nicht immer alles recht biblisch ist- und vor Allem für fröhlicher.
Jesus starb für unsere Sünden. Wenn ich mir das vor Augen halte, kann ich nicht mehr traurig sein. Jedenfalls freue ich mich darüber, wie jemand der eine fette Beute gefangen hat. Allein darum gibt es keinen Grund, dauernd traurig in der Kirchenbank zu sitzen.
Ein ausgefallenes Beispiel an ausgeprägt Schwachen sind die Jesus Freaks (eine christliche Gemeinde auf der Hamburger Schanze): Es sindmanche unter ihnen aus schwierigen Lebensbedingungen, manche sicherlich sogar mit Suchthintergrund. Aber sie haben das Evangelium mit einem Funken abbekommen und sind für Jesus explodiert. Sie haben ihre Drogen gelassen und reden, wann immer man sie trifft, von ihrer Errettung und dass sie zu Jesus gehören. Einen kenne ich persönlich, ein trockener Alkoholiker, er wurde als Jugendlicher kriminell, lebte als Punk auf der Straße- in Polen wie in England, heute in Deutschland. Seit seiner Bekehrung gibt es kaum etwas anderes in seinem Leben als diesen einen Messias. Mancher würde behaupten, sie sind nicht ganz dicht im Kopf- so wie es Paulus auch von sich sagte- aber für sie dreht es sich nur noch um Christus. Sie haben die rettende Botschaft verstanden. Meistens leben sie nach ihrer Bekehrung noch immer in prekären Verhältnissen und sind gebeutelt vom Leben. Und für diese jungen, überaus eifrigen Missionare gilt: "Meine Kraft ist im Schwachen mächtig"! Weil sie auf ihre Weise allen vom Evangelium erzählen. Sie beten auf der Straße und schwallen die Fahrgäste in der S-Bahn von Jesus zu. Sie sind stark, um das Evangelium zu erzählen und wissen von Wundern zu berichten. Für mich sind das am Ehesten Apostel.
Diese Kraft ist in Menschen mächtig, denen man es nicht ansieht und nicht zutraut. Jene erzählen das Evangelium so klar und prägnant, obwohl sie gesellschaftlich Außenseiter sind und sonst nichts zu sagen haben. Sie haben sonst keine Anerkennung, sind das, was manche von uns lieber nicht am Wohnzimmertisch sitzen haben wollen, wären total unbedeutend, wenn sie nicht den ganzen Tag von ihrem Jesus reden würden. Es sind Ex-Junkies, Ex-Raucher, Ex- Spieler usw, psychisch Kranke, Ex-Bankräuber, Ex-Erpresser und Ladendiebe. Manche stinken und sind unrasiert. Sie stören und sind irgendwie extrem. Also richtig schräge Typen! Aber sie sind Apostel, weil Jesu Kraft im Schwachen mächtig ist.
In meinen Augen sind die vielen historischen Kirchen und Gebäude wertlos, wenn die freimachende Botschaft, welche in ihnen gepredigt werden soll, keine Zündfunken auslöst. Alte Gebäude und Kirchen, große, wertvolle Orgeln, Altäre, Statuen, Bilder, Särge und Heiligengebeine sind so dermaßen nutzlos. Keines dieser Gegenstände macht fromm, heilig oder hilft mir, in den Himmel zu kommen. Das Wort der Bibel muss in Kraft gepredigt werden und die eigentlichen Aussagen der Bibel müssen zur Sprache kommen, die Predigt soll ins Leben der Zuhörer sprechen und hilfreich sein.
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